Ingrid Hack: Der Friedensbegriff von Schülern. Eine Befragung im Rahmen des Peace Counts project. Tübingen 2008, 28 S.
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Während meiner Mitarbeit als Betreuerin im peace counts project, das zu diesem Zeitpunkt Station im Kloster Denkendorf (Baden-Württemberg) machte, stand diese Frage implizit immer im Raum. Denn wenn Kinder sich gemeinsam mit den Betreuern in die Welt der Friedensstifter einarbeiten, und entdecken, welchen Beitrag Einzelpersonen zu einem friedlicheren Zusammenleben leisten können, werden sie umso mehr aus ihrer Zeit in der Ausstellung an Denkanstößen und Erkenntnissen ziehen können, je stärker die Inhalte an ihre eigene Erfahrungswelt anknüpfen.
Die im Zusammenhang mit der Verbreitung von Normen viel zitierte notwendige Anschlussfähigkeit ist nicht nur in globalen Kontexten von Bedeutung, sondern war es für uns ganz konkret in der Interaktion zwischen den studentischen Betreuern und den Schulklassen.
Wer einen vielschichtigen Begriff wie „Frieden“ ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellt – und sei es, wie in unserer Lernkonstellation, nur für wenige Stunden – sollte eine Vorstellung davon haben, was er voraussetzen kann, wo die Schüler „abgeholt“ werden. Andernfalls besteht schnell die Gefahr, die Kinder zu unter- oder überfordern, was eine konstruktive Auseinandersetzung in lernförderlicher Atmosphäre im Keim erstickt.

