„Bücher aus dem Feuer“ Lesung am 10. Mai 2008
Am 10. Mai 2008 jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem die Nationalsozialisten in vielen deutschen Städten Bücher von Autorinnen und Autoren, die sie als Gegner ihrer Ideologie ansahen, verbrannten. Zur kritischen Erinnerung an diese Tat veranstaltet das Kulturamt an diesem Tag eine „Marathon-Lesung“ von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends, bei der Tübingerinnen und Tübinger Texte aus damals verbrannten Büchern vorlesen.
Zum Auftakt (10.00 Uhr) wird in der Stadtbücherei gelesen, danach (ab 14 Uhr) in der Burse, einem der ältesten Universitätsgebäude. Die Veranstaltung endet im Zimmertheater, wo ab 18 Uhr neben anderen Lesenden auch Schauspieler des Zimmertheaters Prosa und Lyrik verfolgter Autoren vortragen. Unter den Mitwirkenden werden u.a. Bundestags- und Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Tübingen sein, ebenso der Regierungspräsident und der Landrat. Vertreter der Universität, der Presse, der Verlage, der Buchhandlungen und der Kirchen sind ebenso beteiligt wie Mitglieder des Jugendgemeinderats oder Tübinger Autoren. Insgesamt werden über 40 Lesende aus Büchern und Textsammlungen vortragen, die von den Nationalsozialisten als „undeutsch“, „marxistisch“, „pazifistisch“ oder „jüdisch“ aus Büchereien - auch aus der Volksbibliothek Tübingen, der Vorgängerin der Stadtbücherei - ausgesondert wurden.
Für das Institut für Friedenspädagogik wird Peter Häußer um 11.15 Uhr in der Stadtbücherei Texte von Erich Kästner lesen.
Hier finden Sie das komplette Programm: programm_buecher_aus_dem_feuer.pdf

