Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. Blog

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Archiv für August 2008

ift news 1-2008 erschienen

ift_news_u1_200.jpgSeit 1997 ist der „Rundbrief“ als wichtiges Informationsorgan des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e. V. (ift) in gleicher Aufmachung erschienen. Nach zehn Jahren haben wir uns entschlossen, das grafische und inhaltliche Konzept zu ändern und Euch und Ihnen in Zukunft die „ift news“ anzubieten. Sie finden hier die PDF-Fassung und wir hoffen, dass die Veränderungen Gefallen finden und noch mehr Interesse am friedenspädagogischen Wirken des ift in Deutschland und weltweit wecken.

So zeigt die Rubrik „Friedenspädagogik weltweit“ eindrucksvoll, in welchen Regionen dieser Erde das ift derzeit Projektmaßnahmen anstößt, durchführt, auswertet und weiterentwickelt.

Auch aus Deutschland gibt es Interessantes zu berichten: 20 Schulklassen nahmen das Angebot wahr, im Rahmen einer Ausstellung von Peace Counts School (Kloster Denkendorf bei Esslingen) an friedenspädagogischen Workshops teilzunehmen.

Am 25. 10. 2008 werden die diesjährigen Preisträger des Hans-Götzelmann-Preises für Streitkultur – Jugendpreis der Berghof Stiftung für Konfliktforschung mit einer Gala im Landestheater Tübingen geehrt. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon heute vor!

Schließlich gilt es auf weitere Projekte, neue Publikationen, auf eine Tagung zur Friedenserziehung und auf sonstige Neuigkeiten rund um das ift hinzuweisen.

 PDF-Fassung von ift news 1-2008 zum Download: ift-news_2008.pdf

Die Printfassung von ift news erhalten sie gerne kostenlos zugeschickt. Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen sie an: 07071-920510

 

Aus dem Inhalt:

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Tagung zur Friedenserziehung

Aufwachsen zwischen Unsicherheit und Hoffnung

 Friedenspädagogische Analysen zur Gewalt und aktuelle Handlungsansätze

18./19. November 2008 im Ökologischen Bildungszentrum München

 

fp_tagung_2008_200.jpgBerichte über Jugend und Gewalt finden sich beinahe täglich in Presse und Fernsehen: Sowohl aktuelle Gewaltvorfälle wie jüngst die Messerstechereien unter Jugendlichen in London als auch die Vorschläge aus der Politik zur Lösung des Problems finden große Aufmerksamkeit. Aber auch in der Diskussion unter Fachleuten aus den Bereichen der Jugendhilfe, der schulischen Bildung und der Sozialwissenschaften bleibt das Thema aktuell.

Selbstverständlich beschäftigt sich auch die Friedenspädagogik mit der Thematik Jugend und Gewalt. Sie bringt unter anderem die Debatten um den Gewaltbegriff, eine globale Perspektive und die Vision einer Kultur des Friedens ein.

Die Vorträge und Arbeitsgruppen der Tagung beschreiben diesen besonderen Zugang und beschäftigen sich mit seinen Auswirkungen. Ausgewählte Projekte stellen vor, wie sie friedenspädagogische Ansprüche verstehen und umsetzen. Die Potentiale verschiedener Handlungsansätze zur Gewaltprävention für die Friedenserziehung werden diskutiert.

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Friedenspädagogik. Grundlagen, Praxisansätze, Perspektiven

55698-2_200.jpgRenate Grasse / Bettina Gruber / Günther Gugel (Hrsg): Friedenspädagogik: Grundlagen, Praxisansätze, Perspektiven. (rororo Enzyklopädie), Reinbek 2008, 320 S., 16,95 Euro. Bezug über den Buchhandel.

ISBN 978-3-499-55698-2

 Der Band beschreibt die Herausforderungen für Friedenserziehung im aktuellen nationalen wie internationalen, politischen wie gesellschaftlichen Bezugsrahmen. Im ersten Teil werden die Grundlagen für ein aktuelles Verständnis von Friedenserziehung als unverzichtbares Element von Friedenskultur aufgezeigt. Der zweite Teil greift zentrale Anliegen und Themen von Friedenspädagogik, wie Feindbildkonstruktionen, Umgang mit Vergangenheit und die Dynamik sozialer Konflikte auf und reflektiert Notwendigkeiten und Chancen ihrer Umsetzung. Im dritten Teil werden die Weiterentwicklung der europäischen wie internationalen Dimensionen von Friedenspädagogik und ihrer fachwissenschaftlichen Verankerung begründet und angemahnt.

Die Verortung von Friedenspädagogik in einem theoretischen Bezugsrahmen, der heutigen Anforderungen standhält, ist das zentrale Anliegen dieses Bandes. Anhand konkreter Themen wird aufgezeigt, was Friedenspädagogik heute zu einer lebenswerten und lebensfähigen (Welt-)gesellschaft beitragen kann und will.

Das Buch wendet sich an Studierende, Pädagoginnen und Fachleute aus den Bereichen Bildung und Jugendhilfe, Zivile Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit.

Mit Beiträgen von Georg Auernheimer, Christian Büttner, Friedrich Glasl, Renate Grasse, Bettina Gruber, Günther Gugel, Uli Jäger, Dieter Senghaas, Ilse Schimpf-Herken, Reiner Steinweg, Werner Wintersteiner und Christoph Wulf.

 

 

 

Steps for Peace in Afghanistan

brinkmann_200.jpgDas Institut für Friedenspädagogik führt immer häufiger friedenspädagogische Maßnahmen in Krisen- und Kriegsregionen durch. Im Zentrum stehen die Aktivitäten im Rahmen des Projektes „Peace Counts on Tour“ mit bisherigen Aufenthalten in Sri Lanka (Februar 2007), Mazedonien (Oktober 2007), Cote d’Ivoire (Februar 2008) und Philippinen (Mai 2008).

Darüber hinaus ist das ift seit Frühjahr 2008 an der Entwicklung eines „Peacebuilding-Mastertrainings“ in Afghanistan beteiligt. Initiiert und durchgeführt wird das Projekt von Cornelia Brinkmann, die bereits im Jahr 2005 als Friedensfachkraft für den Deutschen Entwicklungsdienst in Afghanistan tätig war.

Afghanistan steht vor großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die allein mit militärischen Mitteln nicht zu bewältigen sind. Es müssen neben den laufenden Maßnahmen neue Wege gegangen werden, um das gesellschaftliche Potential an friedenswilligen Kräften stärker zu aktivieren.

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