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Eine Weltrechtsordnung als subsidiäre und föderale Weltrepublik?

Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Otfried Höffe, 2.2.2009 Ein Vortrag im Rahmen des Studium Generale an der Universität Tübingen im WS 2008/09. Video-DVD, 44 Min. Produktion: wingert-film. ISBN: 978-3-932444-46-3

Die Frage, wer die Welt regiert, behandelt ein Moral- und zugleich Rechts- und Staatsphilosoph normativ. Er konzentriert sich also auf den zweiten Teil im Titel dieser Vortragsreihe: "und mit welchem Recht?". Seine nähere Frage lautet: Nach welchen rechtsmoralischen Grundsätzen ist eine globale Koexistenzordnung legitim?

Unparteilichkeit, eine Minimalbedingung von Legitimität, auch politische Gerechtigkeit genannt, drängt auf einen interkulturellen Rechtsdiskurs. Den Vortrag führt Professor Höffe in drei Schritten durch. Zunächst skizziert er zwei geschichtliche Vorbilder einer Weltrechtsordnung, sodann extrapoliert er innerstaatlich anerkannte Rechtsprinzipien auf die globale Dimension, was eine Weltrechtsordnung verlangt. Abschließend wird diese Ordnung in Auseinandersetzung mit zahlreichen Einwänden verteidigt und dabei zu einer subsidiären und föderalen Weltrepublik profiliert.

Otfried Höffe, geboren 1943 in Leobschütz (Oberschlesien), ist Professor für Philosophie am Philosophischen Seminar der Universität Tübingen. Er studierte Philosophie, Theologie, Geschichte und Soziologie in Münster, Tübingen, Saarbrücken und München. Nach der Promotion zum Dr. phil. 1970 an der Universität München arbeitete er 1970/71 als Visiting Scholar an der Columbia University in New York City und von 1971 bis 1976 als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München, wo er sich 1974/75 im Fach Philosophie habilitierte. Otfried Höffe lehrte von 1976 bis 1978 als Professor für Philosophie an der Universität Duisburg, ehe er 1978 auf den Lehrstuhl für Ethik und Sozialphilosophie an der Universität Freiburg (Schweiz) berufen wurde. Dort war er zudem Direktor des Internationalen Instituts für Sozialphilosophie und Politik sowie Lehrbeauftragter für Rechtsphilosophie.

 Im Jahr 1992 wurde Otfried Höffe zum Professor für Philosophie an der Universität Tübingen berufen, wo er auch als Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie tätig ist, die er 1994 gründete. Seit 2002 lehrt er als ständiger Gastprofessor für Rechtsphilosophie an der Universität Sankt Gallen, Schweiz. Otfried Höffe hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter der Preis der Margit-Egnér-Stiftung, Zürich (1992), die Ehrendoktorwürde der Universität in Porto Alegre, Brasilien (1999) und der Bayerische Literaturpreis (Karl-Vossler-Preis) für wissenschaftliche Darstellungen von literarischem Rang (2002). Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, korrespondierendes Mitglied des Collegium Europaeum Jenense,  erstes internationales Mitglied der Teheraner Akademie für Philosophie und Weltweisheit sowie Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Professor Otfried Höffe ist Herausgeber der „Zeitschrift für philosophische Forschung“ und hat eine Vielzahl von Monographien und Zeitschriftenbeiträgen verfasst  und zahlreiche Sammelbände herausgegeben. Zu seinen jüngsten Buchveröffentlichungen zählen „Kants Kritik der reinen Vernunft. Die Grundlegung der reinen Philosophie“ (2003), „Wirtschaftsbürger, Staatsbürger, Weltbürger. Politische Ethik im Zeitalter der Globalisierung“ (2004), „Kleine Geschichte der Philosophie“ (2005) und „Lebenskunst und Moral. Oder Macht Tugend glücklich?“ (2007). 

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