Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Bush, Putin, Hu & Co: Weltregieren durch Großmächte. Allmachtsphantasien oder faktische Ohnmacht?

Bush, Putin, Hu & Co: Weltregieren durch Großmächte. Allmachtsphantasien oder faktische Ohnmacht? Prof. Dr. Hanns W. Maull, 27.10.2008. Ein Vortrag im Rahmen des Studium Generale an der Universität Tübingen im WS 2008/09 Video-DVD, 54 Min., Produktion: wingert-film. ISBN 978-3-932444-37-1

Traditionell gelten die Großmächte als die Ordner des Weltgeschehens; im „Konzert der Mächte“ sahen und sehen viele Theoretiker der Internationalen Beziehungen die wichtigste und beste Chance für ein friedliches Miteinander der Staatenwelt. Aber was macht einen Staat, einen Akteur der internationalen Politik zur Großmacht? Ganz offensichtlich befinden sich die Grundlagen von Macht in den internationalen Beziehungen derzeit in einem fundamentalen Umbruch, und der Aggregatzustand der internationalen Politik selbst erscheint eher turbulent und chaotisch als machtvoll geordnet. Was können, was dürfen wir unter diesen Umständen von den großen Mächten der internationalen Beziehungen erwarten? Welche von ihnen könnten – auf welcher Basis und mit welchen Strategien – die Zukunft der Weltpolitik tatsächlich prägen und gestalten? Oder ist die Zeit der Großmächte abgelaufen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Professor Dr. Hanns W. Maull. Seine Überlegungen bauen auf eine Bestandsaufnahme der internationalen Ordnung heute und entwickeln auf dieser Grundlage Gedanken zu den politisch höchst anspruchsvollen Voraussetzungen einer gestaltungsfähigen internationalen Ordnungspolitik. Diese wird freilich ohne Großmächte auch in Zukunft nicht ganz auskommen können – obgleich sich das Selbstverständnis und die Handlungsstrategien dieser Großmächte fundamental von jenen der Vergangenheit unterscheiden dürften.

Prof. Dr. Hanns W.Maull (Jahrgang 1947) ist seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Außenpolitik und Internationale Beziehungen an der Universität Trier. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Neueren Geschichte und des Journalismus in München und London arbeitete er unter anderem als Forschungsbeauftragter am Londoner International Institute for Strategic Studies (1973 - 1974) und am Sussex European Research Center der Universität Brighton (1975-1976). 
Von 1976 bis 1979 war Hanns Maull Europäischer Sekretär der Trilateralen Kommission. Seit 1982 lehrte er an den Hochschulen in München, Eichstätt und jetzt Trier sowie als Visiting Professor am Johns Hopkins University Bologna Center. 
Seit 1979 vertritt Hanns Maull das Japan Center for International Exchange in Europa. Von 1991 bis 1993 war er Co-Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Bonn.
Hanns Maull hat mehr als ein Dutzend Monographien verfaßt und zahlreiche Sammelbände herausgegeben, darunter die Bände Eins und Zwei der Studien der DGAP zu „Deutschlands neue Außenpolitik“. Zu den jüngsten Publikationen zählen ein Bericht an die Trilaterale Kommission („Community-Building with Pacific Asia“, mit Charles Morrison und Akira Kojima), „Europe in Asia-Pacific“ (mit Gerald Segal and Jusuf Wanandi) und – mit Sebastian Harnisch – „Kernwaffen in Nordkorea“.

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