Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Peace Education Around the World: International Expert Meeting on Theory and Practice of Peace Education

Tübingen, 27. Januar 2004:

Internationale Fachtagung Friedenspädagogik

09.02 - 11.02. 2004 in Feldafing bei München

Sechzig Expertinnen und Experten aus aller Welt treffen sich vom 09. bis 11. Februar 2004 in Feldafing um Möglichkeiten und Chancen von Friedenspädagogik im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren.

Weltweit finden jährlich mehr als dreißig Kriege und bewaffnete Konflikte statt. Offene oder verdeckte Gewalt ist in vielen Ländern der Erde ebenso bitterer Alltag wie Diskriminierungen oder Verfolgungen.Hat Friedenspädagogik in diesem Kontext einen Platz und eine Chance? Die herausragende Bedeutung von Bildung und Erziehung für die Bewältigung der Probleme des 21. Jahrhunderts wird in den letzten Jahren immer deutlicher erkannt. Im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit Gewalt und Konflikten nimmt Friedenspädagogik eine Schlüsselfunktion ein. Auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit gewinnen friedenspädagogische Ansätze immer mehr an Bedeutung. Vor allem dann, wenn Entwicklungszusammenarbeit in Krisen- und Konfliktregionen stattfindet. Dabei spielt Friedenspädagogik in allen Konfliktphasen eine Rolle.

Oft unterscheiden sich die pädagogischen Anforderungen aufgrund historischer, kultureller und geographischer Gegebenheiten. Trotzdem gibt es übergreifende Gemeinsamkeiten und Grundlagen, die bei friedenspädagogischen Maßnahmen im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit beachtet werden müssen. Bisher fehlt es jedoch an einer umfassenden Bestandsaufnahme, in der sowohl Theorie als auch Praxis beachtet werden und die außerdem Hinweise für zukünftiges Handeln gibt. Diese Lücke wird von der Internationalen Fachtagung Friedenspädagogik gefüllt.

Die zentrale Botschaft der Tagung lautet: Friedenserziehung ist möglich, wenngleich für unterschiedliche Konfliktformationen und Phasen von Konflikten differenzierte Ansätze notwendig sind. Zahlreiche Good-Practice-Projekte verdeutlichen dies.

Teilnehmen werden Expertinnen und Experten, die über theoretische und praktische Erfahrungen in den Bereichen der Friedenspädagogik und der Entwicklungszusammenarbeit verfügen. Die Tagung wird für 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern und Regionen ausgerichtet um eine Vielzahl unterschiedlicher Sichtweisen einzubringen.

Vorgestellt und diskutiert werden beispielsweise Projekte aus Kolumbien (Gewaltprävention durch Straßenfußball), Sri Lanka und dem Niger, der Bildungsserver "dadalos" aus Sarajevo, das Projekt "Ferien vom Krieg" in Bosnien, Traumaarbeit in Uganda, sowie "Peace-Counts, FriedensstifterInnen weltweit".

Parallel zur Fachtagung ist ein Internet-Angebot geschaltet, so dass Vorträge, Projektbeschreibungen und Ergebnisse für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Außerdem bietet dieses Angebot die Möglichkeit zu weiterer Kommunikation und Vernetzung auch über den Tagungszeitraum hinaus.

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