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05.05.2008: Mit Boxen, Theater und Schulkultur gegen Gewalt. Vergabe des Jugendpreises für Streitkultur 2008.

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Tübingen, 05.05.2008:

Mit fairem Boxen, einer konfliktorientierten Theaterinszenierung und Demokratie an der Schule zeigen die diesjährigen Preisträger des Jugendpreises der Berghof Stiftung für Konfliktforschung vorbildlich, wie Kinder und Jugendliche Streitkultur leben und Zeichen gegen Gewalt setzen.

„Hart aber fair“ heißt das Motto des Box-Club Nordend e.V., der im Jahr 2004 gegründet wurde. Heute besuchen zwischen 60-70 Jugendliche regelmäßig die Trainings. Dort geht es nicht in erster Linie um sportliche Fitness und Erfolge, sondern vor allem um Wege aus der Gewalt und um die Vermittlung von Konfliktfähigkeit. Boxen als Einstieg in Streitkultur erscheint deshalb nur auf den ersten Blick paradox. Durch die gemeinsame Erfahrung von Respekt und Fair Play und durch klare Regeln lernen die jungen Leute erfolgreich, Konflikte im Alltag verbal anstatt mit Gewalt zu lösen.

OPFERPOPP ist der Titel eines unkonventionellen Theaterprojektes mit jugendlichen Laiendarstellern, das vom Thalia Theater Halle konzipiert und realisiert wurde. Im Mittelpunkt des Stücks stehen jugendliche Außenseiter, die als „schwierig“ gelten, und angeblich keine Werte oder moralischen Normen haben. Die Gruppe der Schauspielerinnen und Schauspieler ist heterogen. Unterschiedliche Bildungsniveaus, soziale Herkunft und Szenenzugehörigkeit treffen aufeinander. In einem konfliktreichen Prozess werden Skepsis und Vorurteile abgebaut. Die Jugendlichen entwickeln Konfliktlösungsstrategien und lernen Spannungen auszuhalten. Vierzehn umjubelte Aufführungen sind der sichtbare Erfolg.

„Partizipation und Verantwortung“ lautet das Leitbild an der 2001 gegründeten Grundschule Süd Landau. Von Anfang an war es dem Kollegium ein Anliegen, Demokratie, Menschenwürde und soziales, respektvolles Zusammenleben zu fördern. Durch das Ausprobieren verschiedener Ideen hat sich an der Grundschule Süd eine beispielhafte demokratische Schulkultur etabliert. Klassenrat, Abgeordnetenversammlungen und Kinderrechtsprojekte gehören zum Alltag der Schule.

Der Preis ist insgesamt mit 5.000.– EUR dotiert. Die Preisverleihung findet am 25. Oktober 2008 im Rahmen einer „Jugend-Gala für Streitkultur“ in Tübingen statt (Landestheater Tübingen, Großer Saal. Beginn: 19.00 Uhr; in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg und dem Jugendgemeinderat der Stadt Tübingen).

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